Unser Garten in MORIADI

Der Garten in Moriadi hat sich eher überraschend zu einer kleinen experimentellen Plantage entwickelt. Wir wohnen dort und ich nenne es "die kleine Schwester" der Plantage, die hinter Kindia liegt. Anfangs wollten wir hier einfach nur einen Obstgarten anlegen, damit wir immer frisches Obst haben - ohne Chemie. Aber warum nicht auch eigene Tomaten, Okraschoten, Bohnen, Auberginen, diakatou (die kleinen weißen Bitterauberginen) und all das andere Gemüse, dass wir essen?

Raus in den Garten gehen und sich einfach etwas Petersilie, Basilikum oder Koriander abschneiden, um dem Salat einen angenehmen Geschmack zu geben... Das lohnt den Aufwand und die Ergebnisse sind lecker ;)

Den Anfang haben die Obstbäume oben zwischen dem Haupthaus und dem Haus des Wächters gemacht. Dann kamen Auberginen und anderes leichtes Gemüse dazu - und Papayas um allem Schatten zu geben. Doch zu Beginn hatten wir uns nicht viel Mühe gegeben, den Boden zu verbessern. Wir nahmen, was kam.

Dann haben wir im Tal Bananen gepflanzt. Dort, im Tal war die Erde besser - und sie wurde noch besser mit dem Schatten der Bananen, die in der Zwischenzeit gewachsen waren. Warum also nicht einen richtigen Obstgarten anlegen? Also haben wir junge Avocadobäume gepflanzt, und Orangen, Zitronen, Pampelmouse, Pomelos, Mandarinen und Guavenbäume. Alle ganz klein, aber sie haben fast alle die erste Trockenzeit überlebt. Ideen und Ehrgeiz wuchsen - und damit auch die Notwendigkeit mehr Arbeit reinzustecken - und das Team aufzustocken.

Es waren dann auch sie, die die Beete für das Gemüse angelegt haben - und damit begann das ganze Programm: den Boden verbessern, Phosphor aus karbonisierten Rinderknochen, Muschelschalen für das Kalken des zu sauren Bodens, Rindermist und bald werden wir auch Passionsfrucht in die Felder pflanzen um auch im Tal die pflanzlichen Gewächshäuser wachsen zu lassen - aber auch Kokosnüsse, Kaffee und Kakao - Letztere experimentell für die Region Kindia.

Vor allem die Tomaten lohnen den Aufwand. Doch da der Appetit der Vögel zu groß ist, haben wir uns entschlossen für die Tomaten im Tal ein "Gewächshaus" aus Gitterzäunen zu bauen - mit Löchern große genug für die Bienen, doch zu klein für Vögel.

In der Zwischenzeit, im Juli und August 2026, hat das Team im Garten begonnen zwei Komposte aufzubauen - einen auf dem Boden mit Holzplanken mit 1,20 Meter Höhe, und einen zweiten in die Erde eingegraben mit einer Länge von 4m, Breite von 1,5m und einer Tiefe von 1,2m - harte Arbeit. Doch wir reichern die Komposte mit viel frischem Rindermist, Schafsmist und Pflanzenkohle an, so dass die "Ernte" der Komposte uns nicht nur für die nächste Saison nutzen wird, sondern eine gute Grundlage auch für die nächsten Jahre darstellt.


Pflanzliche Gewächshäuser - ein Experiment, das langsam etwas Form annimmt


Wie auch auf der Plantage haben wir auch in Moriadi Passionsfrucht gepflanzt. Zuerst noch neben Stützstrukturen aus Holz, die wir im "kleinen Garten" oben für das Gemüse und daneben auch für die Hochbeete des urban gardening aufgebaut hatten. 


Die Passionsfrucht nahm den Platz des Strohs ein, das in der letzten Saison diese Hangars bedeckte.


Die Lianen der Passionsfrucht werden nun nicht nur während der Trockenzeit Schatten spenden, sie werden das Gemüse auch während der Regenzeit vor den manchmal zu starken Regen und Stürmen schützen.


Und natürlich werden sie uns - für das Team und auch für unsere Ernten - hoffentlich viel Früchte schenken.


Die Holzstrukturen haben der Regenzeit nicht standgehalten - und wir wollen nicht riskieren, dass sie auf das Team oder die Hochbeete fallen.


Die ersten Pflanzen sind so gut an den Stützstrukturen hchgerankt, dass wir sie nicht ganz ersetzt, sondern vielmehr mit metallenen Pfeilern ergänzt haben und oben mit Metalldrähten Rankhilfen für das "Dach" gezogen haben.


Damit haben wir Gewächshäuser mit Metall- und Holzstrukturen gebaut, die mit einer pflanzlichen Schicht überzogen sind.


Damit die Pflanzen jedoch noch genug Sonne bekommen, werden wir lernen müssen, sie sorgfältig auszudünnen, denn es ist der Wechsel aus Sonne und Schatten, der zählt.