Viehaltung

Viehhaltung - so viel mögliche Synergien mit dem Gemüse- und Obstanbau, und so viele Konflikte vor allem während der Trockenzeit zu regeln, wenn der Kohl gut gewachsen ist und die Weide nicht mehr so gut schmeckt. Doch wir brauchen die Tiere - vor allem für die Produktion unseres natürlichen Düngers. Aber es sind auch gute Mäher, welche die Vegetation auf jenen Teilen unseren Geländes, das nicht bearbeitet wird, im Zaum hält.

Ausserdem hoffen wir, dass die Hühner und jetzt auch die Enten, die wir aufgenommen haben, uns helfen werden den Druck der Schadinsekten auf unseren Gemüseanbau zu reduzieren.

Bei ihrer Ankunft sind die meisten Rinder etwas mager.  Das ist zum Teil Folge der Anreise und der Transportbedingungen zum Viehmarkt, wo wir sie finden. Aber sobald sie etwas Zeit bei uns auf der Plantage verbracht haben, nehmen sie (wieder) eine wohlgenährte Form an.


Allerdings haben wir die Erfahrung gemacht, dass einige Rinder mit einer unsichbaren Last bei uns ankommen, die für sie tödlich sein kann: Das Plastik, das sie auf ihren Weidewegen finden, wenn ihre früheren Besitzer sie unbeaufsichtigt wandern lassen. Wir hatten den Fall einer Kuh, die sogar noch ein Kalb ausgetragen und die ersten wichtigen Monate genährt hat, die aber dann sehr schnell stark an Gewicht verlor und trotz unserer Bemühungen starb. Bei der Untersuchung hat sich gezeigt, dass sich in ihrem Bauch dermassen viel Plastik angesammelt hatte, dass sie die Gräser, die sie auf der Plantage aß, nicht mehr verdauen konnte.


Wir haben mit fünf Rindern angefangen und waren zwischenzeitlich - mit 4-5 "Gästen", also Rindern, die Bekannte bei uns untergebracht haben - auf insgesamt 22 Rinder angewachsen. Doch das hat sich als etwas viel erwiesen, da das Land, das als Weide dient, noch nicht entsprechend vorbereitet ist. Vor allem in der Trockenzeit wurde es eng. 

Zudem: Grün ist nicht gleich Futter und viele der Büsche sind weder für Rinder noch für unsere Schafe essbar. 

(rechts unten: morgentlicher Austrieb aus dem nächtlichen Gatter; tagsüber sind sie auf der Plantage unterwegs, die mit einer Mauer eingezäunt ist)

Im Juli 2026 haben wir begonnen im Garten in Moriadi für unsere Rinder und Schafe noch zusätzlich Futter anzubauen, das Maralfalfa. Das ist eine Futterpflanze, die der Trockenheit gut widersteht. Vor allem bereichert sie die Ernährung der Rinder und Schafe. Das merken wir auch an dem Appetit, mit dem sie sich auf die Gräser stürzen, wenn sie abends in die Koppel bzw. den Stall kommen.

Auf dem Weideland der Plantage roden wir ausserdem auch das Unterholz zwischen Schatten spendenden Bäumen. Das erlaubt einerseits den Gräsern, die dem Vieh als Futter dienen, wieder stärker nachzuwachsen. Zum anderen sind das auch Brandschneisen, denn das Unterholz brennt in der heißen Trockenzeit wie Zunder.

Was die Anzahl der Rinder betrifft, setzen wir inzwischen weitgehend auf eine interne Ergänzung der Herdenstärke : Wenn ein Kalb geboren wird, wie dieser junge Stier, seine beiden Altersgenossen und das junge Lamm.



Auf diese Weise werden wir nach und nach nur mehr Rinder und Schafe haben, die sich bei uns auf der Plantage gesund ernähren konnten.


Und falls es für unser Terrain zuviele Tiere werden, wird ein erwachsenes Tier geschlachtet.


Aber wenn wir doch mal Rinder oder Schafe aus den Dörfern dazukaufen, kommen sie zuerst im Garten in Moriadi in Quarantäne, werden dort behandelt und geimpft.


Wenn sie dann kein Gesundheitsrisiko für die bestehenden Tiere darstellen, werden sie in die Rinder- und Schafherde integriert.

Unsere Schafe

Langsam aber sicher nimmt die Zahl der Schafe zu - nach anfänglichen Schwierigkeiten. Derzeit (September 2026) sind es 20 Schafe - die großen und Lämmer.

Der Schafstall, den wir gebaut haben, kann bis zu 100 Schafe beherbergen - und ist unterteilt in den "Kindergarten" für die Mutterschafe mit den Lämmern, und den allgemeinen Stall, in dem auch die Böcke sind.

Die Abtrennung ist notwendig, da die robusten Rivalitäten zwischen den Böcken, wenn sie die Rangordnung neu definieren wollen, auch mal zu Verletzungen bei den Lämmern führen können.

Eine große Anzahl von Schafen wird uns erlauben genug Schafsmist für unsere Komposthaufen zu "ernten". Doch über den Verkauf der Tiere - vor allem zum Opferfest - kann der Erlös auch etwas die Arbeiten finanzieren helfen.

Unsere Hühner

Wir hatten von Anfang an begonnen, Hühner zu halten, mit der Idee, dass wir sie gezielt vor der Aussaat auf die Gemüsefelder bringen könnten. Dort würden sie alle ungewollten Samen und auch die Insekten aus dem Boden picken, so dass unsere Saat sicher wachsen kann. Doch leider hat sich das als schwieriger erwisen als gedacht. Sie lassen sich nicht auf die Felder führen und kehrten abends nicht zurück in ihren Garten mit Hühnerstall. Darüberhinaus haben sie auf den Gemüsefeldern zwischen Salat und Tomaten "gewildert".Während die Trennung von Rindern und Schafen zum Gemüseanbau inzwischen klappt, müssen wir die Gemüsefelder nun mit dichten Abzäunungen auch vor den Hühnern schützen.

Wenn wir die Hühner endlich auf ihr durchaus großzügiges Terrain beschänken können, werden sie auch tagsüber geschützter sein, denn wir haben für sie einen Teil des Geländes ausgesucht, auf dem viele niedrige Bäume wachsen - wo also Jagdvögel nicht mal kurz hinabstürzen und mit der Beute in den Fängen wegfliegen können.

Nachts, wenn sie in ihrem Stall sind, sind sie geschützt, weil wir die Gitter, durch die keine Schlangen kommen können, an den Wänden in die niedrigen Grundmauern in den Beton eingelassen haben.

Unsere Enten

Anfangs waren diese Enten noch eine Leihgabe unseres "Kollegen" von der Plantage in Kébali, mit dem wir uns immer wieder über Techniken und Machbarkeiten austauschen. Inzwischen haben sie sich überraschend gut vermehrt. 


Zuerst hatten wir sie neben den Rindern als "Wächter" untergebracht, doch inzwischen haben wir sie in den Hühnergarten umgesiedelt, da Enten keine Angst vor Schlangen haben und unsere Hühner vor deren Angriffen schützen.


Ihre allererste Unterkunft, die kleinen Ziegelhütten, war eigentlich nur für den Transit in den neu zu bauenden Entenhütten gedacht, doch hier legen sie gerne - gut geschützt - ihre Eier.


Doch den Swimmingpool im Hühnergarten schätzen sie inzwischen auch.

Unsere Gänse - irgendwann mal Ende 2026...

Das Bassin war ürsprünglich für die Enten zum Baden gedacht - und wird nun den Gänsen dienen....