Bei ihrer Ankunft sind die meisten Rinder etwas mager. Das ist zum Teil Folge der Anreise und der Transportbedingungen zum Viehmarkt, wo wir sie finden. Aber sobald sie etwas Zeit bei uns auf der Plantage verbracht haben, nehmen sie (wieder) eine wohlgenährte Form an.
Allerdings haben wir die Erfahrung gemacht, dass einige Rinder mit einer unsichbaren Last bei uns ankommen, die für sie tödlich sein kann: Das Plastik, das sie auf ihren Weidewegen finden, wenn ihre früheren Besitzer sie unbeaufsichtigt wandern lassen. Wir hatten den Fall einer Kuh, die sogar noch ein Kalb ausgetragen und die ersten wichtigen Monate genährt hat, die aber dann sehr schnell stark an Gewicht verlor und trotz unserer Bemühungen starb. Bei der Untersuchung hat sich gezeigt, dass sich in ihrem Bauch dermassen viel Plastik angesammelt hatte, dass sie die Gräser, die sie auf der Plantage aß, nicht mehr verdauen konnte.
Wir haben mit fünf Rindern angefangen und waren zwischenzeitlich - mit 4-5 "Gästen", also Rindern, die Bekannte bei uns untergebracht haben - auf insgesamt 22 Rinder angewachsen. Doch das hat sich als etwas viel erwiesen, da das Land, das als Weide dient, noch nicht entsprechend vorbereitet ist. Vor allem in der Trockenzeit wurde es eng.
Zudem: Grün ist nicht gleich Futter und viele der Büsche sind weder für Rinder noch für unsere Schafe essbar.
(rechts unten: morgentlicher Austrieb aus dem nächtlichen Gatter; tagsüber sind sie auf der Plantage unterwegs, die mit einer Mauer eingezäunt ist)
























